Am heißesten Wochenende seit der Wetteraufzeichnung

Für die Kirchenrenovierung

Am 4. + 5. Juli 2015 feierte die ganze Gemeinde das Bergleshoch oder eigentlich den 5. Bergleshock!

Manch Eine/r wird sich vielleicht gewundert haben, was da auf dem Kirchplatz so vor sich geht. Zieht jemand um oder was haben die vielen Bananenkartons auf sich? Darin befand sich allerdings alles zwischen A wie Antiquität bis Z wie zum Zähneklappern, sprich Spannendes, also zentnerweise Lesematerial! Dazwischen gab es allerhand: wie Bildbände, vieles für Kinder & Jugendliche, Unterhaltsames & Lehrreiches – für jeden genügend Sommerlektüre! Unzählige nutzten die Gelegenheit zuhause Platz zu schaffen und schenkten der Kirchengemeinde Bücher. Ebenso ergriffen viele die Chance wieder Neues einzukaufen und stöberten ausgiebig in den Kisten des Bücherflohmarktes.

Außerdem wurden schön bepflanzte Kirchendachziegel und Kiesersche Forstkarten der Berglenteilorte zum Verkauf angeboten.

Manch Eine/r überlegte sich bestimmt was die Weißgekleideten mit Bauchladen im Angebot hatten. Recht schnell konnte man dann erkennen, dass die bunt gerollten Zettelchen Lose für die Tombola waren. Im kühlen Kirchturm konnte jede/r sich ein Bild von den tollen Preisen machen. Dort gab es Gutscheine von verschiedenen Gaststätten oder Firmen, für die Autowaschanlage, zum Eis essen oder fürs Reisebüro. Außerdem konnte man Nützliches wie Regenschirme, Fieberthermometer, Geldbörsen, Gläser, Duschgels, (Taschen-) Messer, Luftmatratzen, Fahrradhelme und manch anderes gewinnen. Auch die heißbegehrten Kaffeebecher, sowie der wertvolle Messerblock und der lecker bestückte Geschenkkorb fanden einen glücklichen Besitzer. Manch Eine/r genoss ein paar Minuten der Erfrischung, da die dicken Kirchturmmauern die Hitze draußen aussperrten. Wer mehrere Nieten zu verkraften hatte musste nicht leer ausgehen und durfte sich einen Trostpreis auswählen.

Beim ökumenischen Gottesdienst auf der Bühne war jede/r froh über ein Schattenplätzle und über die Möglichkeit ausreichend Getränkenachschub zu erhalten. Die Posaunenchörler von Steinach, Hößlinswart und Oppelsbohm, sowie der Popchor „grenzenlos“ sorgten für musikalischen Genuss, vielseitig und professionell. Pfarrer Kettling, Diakonin David und Pfarrer Peter wurden unterstützt von der Kinderkirche, die die Berufung des Petrus eindrücklich in Szene setzten und zur Überraschung aller ein Netz voll bunter Fische ins Boot zogen.

Auf dem Kirchplatz bot der Kirchenchor, gemeinsam mit dem Teeniekreis „T4G“, leckere Waffeln & Crepes garniert mit Zimt & Zucker oder Schokosoße zum Schlemmen an. Manch Eine/n zog es aber stärker zum davor aufgestellten Bädle, um Füße oder sogar ganze Kinder wieder auf Normaltemperatur zu bringen. Der Gewinn des Verkaufs wurde dem Teeniekreis zur Verfügung gestellt.

Gegen 12.30 Uhr bestaunte zudem manch Eine/r die schön anzusehenden Kleidungsstücke, die auf der Bühne zur Versteigerung präsentiert wurden. Mutig genug, es in aller Öffentlichkeit auch zu ersteigern, waren allerdings nur wenige. Später konnten die feinen Stöffchen im Heimatmuseum aus direkter Nähe begutachtet werden und fanden schließlich doch noch die passende Trägerin. Frau Hofmann konnte, durch ihre jahrzehntelange Beziehung mit Bekleidungsfirmen auf der Schwäbischen Alb, diese besonderen Kleidungsstücke zusammentragen und zur Versteigerung anbieten.

Unser herzlicher Dank gilt allen Spendern von Tombolapreisen, insgesamt waren es 400 Gewinne, sowie allen die Bücher gespendet haben! Die haben wir zwar sortiert, aber nicht gezählt, bloß beim Verkauf abgewogen, denn 200 g gab es für 1,- €. Ein ganz großer Dank auch allen Helfern, die tatkräftig zum Gelingen beigetragen und mitgeschwitzt haben! Ganz besonders danken wir Frau Klara Hofmann für ihr weitreichendes Engagement und alles Unterstützen & Schaffen!

Alle Erlöse kommen der Kirchturmsanierung zugute, denn auch das Fachwerk leidet stark unter dem Wechsel von Hitze und Regengüssen, und ist nun leider in die Jahre gekommen.

Nun wünschen wir allen einen angenehmen Sommer voll Muse und Entspannung beim Lesen oder Einlösen & Benutzen der Gewinne!

Sandra Wilhelm

Es ist beinahe geschafft…zum Stand der Kirchendachsanierung

Liebe Gemeinde, man kann es sehen – es ist beinahe geschafft! Das neue Dach ist eingedeckt, die Handwerker haben einen fulminanten Schlussspurt hingelegt, um noch vor Weihnachten das Dach wieder zu schließen! Und schon jetzt kann man sehen – es wird schön! Im Inneren gibt es noch die eine oder andere Restarbeit zu erledigen, aber das Ende ist in Sicht. Insgesamt war es eine spannende Zeit, die bekannterweise einige Überraschungen bereit hielt, weil der Zustand des Daches und des Dachstuhls insgesamt doch viel schlechter war als befürchtet. Vieles hiervon konnte erst festgestellt und behoben werden, als das Dach ganz offen war und die Konstruktion von allen Seiten zugänglich wurde – es wurde ja schon mehrfach darüber berichtet. Im Turm der Kirche können noch Fotos vom Zustand des Dachstuhls angeschaut werden, die einen Eindruck von der Dringlichkeit der Renovierung und vom Umfang der erforderlichen Arbeiten vermitteln. Wir sind sehr froh und dankbar, dass alles Schaffen gut, zügig und vor allem qualitativ hervorragend ausgeführt wurde, trotz teils ungemütlicher Wetterbedingungen und zuletzt eisiger Temperaturen. Ganz besonders sind wir dankbar, dass es zu keinem Unfall gekommen ist, was bei solch einer Baustelle nicht selbstverständlich ist. Allen beteiligten Handwerkern und Mitarbeitern und auch der Bauleitung möchten wir als Kirchengemeinde hierfür ein herzliches Dankeschön sagen! Um einen Eindruck des Umfangs der Arbeiten zu vermitteln, hier einige Zahlen: Es wurden unter anderem - 10.000 kg Schutt ausgeräumt und entsorgt - 43.000 kg Altziegel abgedeckt und entsorgt - 6.000 kg neues Holz verbaut - 20 neue Metall-Zugstangen zu statischen Stabilisierung des Dachstuhls eingebaut - 6.000 m Dachlatten montiert - Lochbleche aus Kupfer mit über 120.000 Löchern verlegt - 24.000 neue Biberschwanz-Ziegel mit 8.000 Schrauben befestigt, was ein Gesamtgewicht von 42 t ergibt Eine beeindruckende Leistung! Am 1. Advent haben wir drei „Baustellen-Besichtigungstouren“ angeboten, und Viele haben sich vor Ort ein Bild vom Stand der Arbeiten machen können. Letztendlich hat unsere Kirche jetzt ein schönes und qualitativ sehr gutes neues Dach, und mit den verbundenen statischen Verbesserungen am Dachstuhl sind wir zuversichtlich, unseren nachfolgenden Generationen lange Zeit diesbezüglich Ruhe verschafft zu haben. Die aufgetretenen Mehrkosten sind die unangenehme Seite der Medaille. Nach Vorliegen der Abschlussrechnungen können wir eine Zwischenbilanz ziehen, welche Konsequenzen daraus entstehen für den weiteren Verlauf unseres Renovierungsprojekts. Dazu werden wir im neuen Jahr entsprechend informieren. Wir wünschen allen Handwerkern und am Bau Beteiligten eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

KGR Uwe Pfander

Böse Überraschung in der ersten Sanierungsphase

Böse Überraschungen und Mehrkosten in der ersten Sanierungsphase der Mauritiuskirche in Oppelsbohm Berglen. Erst verzögerte sich der Start der Sanierungsarbeiten am Kirchendach der Mauritiuskirche. Dann gab es bei Probeöffnungen böse Überraschungen. Schutt und Wassereinlagerungen zerstörten über Jahre viele der Sparren fast komplett. „Die angesetzten Kosten von 150 000 Euro sind nicht mehr einzuhalten“, so Pfarrer Wolfgang Peter. Als Anfang September endlich der langersehnte Startschuss zur Kirchendach-Sanierung fiel, ahnte noch keiner, was sich hinter den 45 Tonnen schweren Ziegeln verbarg. Zwei Probeöffnungen brachten es ans Licht. Zehn Tonnen Schutt hatten sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt. Darunter stand Wasser, das sich über Jahre hinweg durch das undichte Dach seinen Weg ins Innere gebahnt hatte. Bis auf wenige Ausnahmen waren alle Dachsparren vom Schwamm zerstört. „Eine wirklich böse Überraschung“, bestätigt Bau- und Projektleiter Hartmut Ross, „das war im Vorfeld nicht absehbar.“ Durch die Beschädigung der Träger wurde außerdem die Tragekonstruktion für das Tonnengewölbe beschädigt. „Ein weiterer Mehrkostenpunkt, der auf uns zukommt.“ Ebenso kam zutage, dass sich der Dachstuhl um ein paar Zentimeter nach außen geschoben hatte und die alten Sparren schadstoffhaltig waren. Nur mit Schutzanzügen konnten die Arbeiter die alten gegen die neuen Sparren austauschen. Das Holz musste verbrannt und der ebenfalls belastete Altstaub gesondert entsorgt werden. „Die neuen Träger sind nicht chemisch behandelt, sondern vorgetrocknet“, so Ross, „Holzwürmer, Borkenkäfer oder Pilze haben hier keine Chance.“ Dennoch müsse die feuchte Luft aus der Kirche raustransportiert werden. Und das gehe nur mit einer Belüftungsanlage und die koste wiederum Geld, fügt der Ingenieur hinzu. Dass vor 500 Jahren noch nicht so genau gearbeitet wurde, zeigen die Unterschiede der einzelnen Sparren. Bis zu sechs Zentimeter Differenz wurden gemessen. Um das Dach aber gleichmäßig und dadurch dicht zu bekommen, müssen diese Unterschiede ausgeglichen werden. „Wir haben sehr gute Leute hier, die verstehen ihr Handwerk“, betont Pfarrer Wolfgang Peter. „Aber die Vielfalt an Maßnahmen hat den Zeitplan und die Kosten ganz schön verschoben.“ So wird die Dachsanierung vermutlich erst Mitte Dezember abgeschlossen sein. Die weiteren Bauabschnitte verschieben sich ebenfalls. Auch wenn zu keiner Zeit Gefahr vom Dach ausgegangen wäre, so sei die Sanierung höchste Zeit, ergänzt Peter. Und die stecke voller Überraschungen, denn es gebe so viele Mängel, die erst beim Arbeiten zum Vorschein kämen. Der vierte Finanzierungsplan nur fürs Dach liegt bei 200 000 Euro. Die Kalkulation des Oberkirchenrates von 2011 ist somit hinfällig. 150 000 Euro wurden für den Bauabschnitt I, also die Dachsanierung, anberaumt. „Wir haben jetzt den vierten Finanzierungsplan nur für das Dach und liegen derzeit schon bei 200 000 Euro“, meint Uwe Pfander vom Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit, „die Handwerker können sich - bedingt durch die vielen Überraschungen - bei den Kosten nicht festlegen. Unsere Rücklagen, die wir über 30 Jahre lang angespart haben, werden im verstärkten Maße für die Dachsanierung aufgebraucht.“ 55 Prozent der Finanzierung aller drei Bauabschnitte hat die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln aufzubringen. Dank der Spenden, Zuschüsse und Rücklagen konnte die Finanzierung des Daches gesichert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Frage nach der Finanzierung des zweiten Bauabschnittes im Innenbereich aber noch nicht geklärt.


Winnender Zeitung vom 26.11.2013

Arbeiten am Kirchendach haben begonnen

Oppelsbohm, im September 2013

Liebe Gemeindeglieder,

Anfang September fiel endlich der langersehnte Startschuss - die Arbeiten am Kirchendach konnten beginnen.

Mit den Gerüstarbeiten wurde am 9.September begonnen und innerhalb kurzer Zeit die komplette Baustelle eingerichtet.

Wetterbedingt wurden die eigentlichen Arbeiten am Dach dann ab dem 23.September angefangen mit der Aufdeckung eines Teiles der Südseite. Es wird vom Turm weg Richtung Chor gearbeitet.

Bislang gehen die Arbeiten gut und zügig und vor allem termingerecht voran und wir hoffen natürlich, dass dies so weitergehen wird.

Es sind einige Anfragen an die Kirchengemeinde gekommen im Hinblick auf den Erwerb der alten Ziegel.

Einen Teil der Ziegel haben wir für den Erwerb durch Interessierte vorgesehen, allerdings nicht unbegrenzt, weil das schonende Abdecken natürlich sehr aufwändig und kostspielig ist. Ausserdem ist die Qualität der Dachziegel altersbedingt zum Teil sehr grenzwertig.

Wer am Erwerb von alten Ziegeln Interesse hat, wende sich bitte zeitnah an Pfr. Peter. Die Menge ist allerdings sehr begrenzt.

Einige Dachziegel werden wir auch als Dekoartikel auf dem Weißbucher Adventsmarkt anbieten.

Wir freuen uns auch über das Interesse der Gemeinde an der Informationsveranstaltung zum Sanierungsprojekt nach dem Erntedank-Gottesdienst im Gemeindehaus. Dort konnte durch die Bauleitung der aktuelle Stand der Arbeiten erläutert werden und Anregungen aus dem Kreis der Anwesenden aufgenommen werden - vielen Dank hierfür!

Ihre Kirchengemeinde

Anteil der Kirchengemeinde an der Finanzierung der Sanierung der Mauritiuskirche – Berichtigung

Oppelsbohm, im August 2013

Liebe Gemeinde,

in letzter Zeit kommen aus der Gemeinde vereinzelte Anfragen nach der Finanzierungssituation unseres Kirchen-Sanierungsprojektes. Aus diesem Anlass möchten wir heute gerne wie folgt informieren:

In einem frühen Stadium der Planungsarbeiten für die Sanierung der Mauritiuskirche teilten Pfarrer W. Peter und der Kirchengemeinderat mit, der Anteil der Kirchengemeinde an der Finanzierung des Gesamt-projektes betrage 10 % der Kosten. Diese Aussage müssen wir korrigieren. Nach üblicher Förderung der Landeskirche hat die Kirchengemeinde 55 % der Kosten aus Eigenmitteln (Rücklagen, Opfer, Spenden, freiwilliger Gemeindebeitrag) aufzubringen. – Wir bedauern, dass wir hinsichtlich des Eigenanteils der Kirchengemeinde einen viel zu niedrigen Prozentsatz veröffentlicht haben und bitten Sie, diesen Fehler zu entschuldigen.

Die Gesamtlasten verteilen sich wie folgt:
- 35 % werden aus dem Ausgleichsstock der Landeskirche (Oberkirchenrat) und
- 10 % vom Kirchenbezirk Waiblingen übernommen.
Somit bleibt ein Rest von 55 % der Gesamtkosten, der von uns als Kirchengemeinde aufgebracht werden muß.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und für Ihre großzügige Unterstützung der Renovierung unserer Mauritiuskirche, die Sie in den vergangenen Monaten gezeigt haben.

 

Allein bei unserer Kirchendach-Sponsoring-Aktion wurden 18.000 EUR gezeichnet. Dieser Betrag fließt in die Dachsanierung unserer Kirche. In dieser Höhe können die Rücklagen für den 2. Bauabschnitt (Innenrenovierung) geschont werden.

Für die Dachsanierung (1. Bauabschnitt) liegen mittlerweile die Angebote der Handwerker vor. Die aktuelle Kostenberechnung  beläuft sich auf ca. 190.000 EUR.

 

Wir sind zuversichtlich, dass die Dachsanierung bis November 2013 planmäßig durchgeführt und abgeschlossen werden kann.

Wie erwähnt hat die Kirchengemeinde 55 % der Finanzierung aller drei Bauabschnitte aus Eigenmitteln aufzubringen.


Derzeit (Stand 26.07.2013) stehen an Eigenmitteln für die Kirchenrenovierung folgende Beträge zur Verfügung:

 

- Rücklagen Kirche                                113.588,55 EUR
- Opfer, Spenden (Stand 30.06.2013)    40.198,86 EUR
- aus dem Dachflächensponsoring         18.000,00 EUR
- freiwilliger Gemeindebeitrag
  für die Kirchenrenovierung                   14.585,00 EUR


 Ergibt gesamt                                     186.372,41 EUR

Das Spendenbarometer an der Kirche zeigt mit 58.000,- EUR den Stand der Opfer und Spenden sowie der Einnahmen des Kirchendach-Sponsoring an, ohne den freiwilligen Gemeindebeitrag.

Wir bitten Sie weiterhin um Ihr Vertrauen und um Ihre Unterstützung.


Eine große Aufgabe braucht viele Helfer und Unterstützer.
Herzlich danken wir Ihnen, dass Sie dazu gehören!

Mit freundlichem Gruß

Der Kirchengemeinderat
und Pfarrer Wolfgang Peter

Dachflächensponsoring auf dem Bergleshock 2013

v.l.n.r. Pfr. Peter, BM Klingor, MdL Gruber, Frau Straub, BM Friedrich


Sponsoring dank Bergleshockbesucher: 15.000 Euro

Für Kirchendachsanierung: Noch bis Sonntag, 4. August, können Interessierte Sponsoren werden

Berglen.

Für insgesamt 15.000 Euro haben Besucher des Bergleshocks Dachflächen an der Mauritiuskirche gezeichnet. Damit sind sie Sponsoren für die geplante Sanierung der Kirche, an der zunächst das marode Dach gerichtet wird.

Knapp 5.000 von den 15.000 Euro kamen gar in bar, berichtet Pfarrer Wolfgang Peter. Zu den Sponsoren gehören auch der Berglener Bürgermeister Maximilian Friedrich und seine Lebensgefährtin Kerstin Straub sowie Bürgermeister Uwe Klingor von der Partnergemeinde Käbschütztal und der Landtagsabgeordnete Gernot Gruber.

Beim Bergleshock konnten sich interessierte Besucher an einer Miniaturnachbildung der Kirche auf einem Dachflächenaufriss „ihren“ oder „ihre“ Quadratmeter aussuchen. Die Sponsorenbeiträge für die Dachflächen waren gestaffelt in 25, 50, 100 und 200 Euro je Quadratmeter.

Noch bis 4. August kann man Kirchendachsponsor(in) werden, Gelegenheit dazu gibt es nach den Sonntagsgottesdiensten etwa gegen 11 Uhr. Eine weitere Möglichkeit besteht zu den Öffnungszeiten des Pfarrbüros oder man vereinbart einen Termin dort, ) 07195/72828.

Die Arbeiten zur Dachsanierung sollen laut Pfarrer Peter am 9. September beginnen

 

Winnender Zeitung, 18.07.2013

Interessierte können „ihre“ Fläche auf der Mauritiuskirche sponsern

Das Denkmalamt hat die Genehmigung erteilt, nun kann es weitergehen mit der Ausschreibung der Sanierungsarbeiten für die Mauritiuskirche in Oppelsbohm. Die Kirchengemeinde plant, den Bergleshock am 6./7. Juli zur Aktion „Dachsponsoring“ zu nutzen. Mit einem bestimmten Betrag kann jeder „sein“ Stück vom Dach fördern.

Das Prinzip ist bekannt und bewährt aus der Finanzierung von neuen Orgeln, wo Paten mit einem Betrag eine bestimmte Pfeife oder ein bestimmtes Register mitfinanzieren und dafür auf einem Plan der Orgel sozusagen verewigt werden.

Bei der ehrwürdigen, aber eben auch in die Jahre gekommenen Mauritiuskirche soll nun das Gleiche geschehen anhand eines Aufrisses des rund 650 Quadratmeter großen Daches, auf dem rund 650 Flächenfelder eingezeichnet sind, berichtet Uwe Pfander vom Projektausschuss des Kirchengemeinderates.

Jeder Sponsor kann mit einem festgelegten Betrag – 25 oder 50 oder 100 (über dem Kirchenschiff) oder 200 Euro (über dem Chor) – sich quasi sein Dachfeld beziehungsweise seinen Quadratmeter (oder mehrere) sichern. Jeder Spender erhält eine Urkunde und wird auf Wunsch namentlich auf der Infotafel genannt.
Start der Zeichnungen ist beim Bergleshock

Start der Zeichnungen ist beim kommenden Bergleshock am Samstag, 6. Juli, auf dem Kirchplatz um 17 Uhr. Es gibt eine „freie Auswahl“ (der Felder), solange der „Vorrat“ reicht. Pro Sponsor können maximal zehn Felder, also zehn Quadratmeter, gezeichnet werden. Wunschflächen werden so weit wie möglich berücksichtigt, es werden aber keine Reservierungen angenommen.

 Den Spendenstand für das Projekt Kirchensanierung kann jeder selbst ablesen, auf dem „Spendenbarometer“ an der Kirche, das in der Lehrwerkstatt der Paulinenpflege angefertigt wurde.

Ziel sind 65 000 Euro. Aktuell zeigt das Barometer knapp 40 000 Euro an. Bei drei Vorführungen eines Berglen-Films von Ursula Sixt sind insgesamt fast 2000 Euro gespendet worden. Ein anonymer, offenbar sehr großzügiger Spender hat 5000 Euro gegeben.

Beim Benefizkonzert von Chören (Eintracht Rettersburg, Harmonie Oppelsbohm, Chorvereinigung Rettersburg-Steinach, katholischer Kirchenchor Winnenden, evangelischer Kirchenchor Oppelsbohm und Popchor „Grenzenlos“) kamen ebenfalls fast 2000 Euro zusammen, die jeweils zur Hälfte der Sanierung der Mauritiuskirche und dem Neubau des katholischen Gemeindehauses St. Maria in Oppelsbohm zugutekommen sollen.

Uwe Pfander geht davon aus, dass, wenn alles glattgeht, die Dachsanierung, der erste Bauabschnitt bei der Kirchenmodernisierung, noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könnte.

 

Winnender Zeitung, 2.7.2013

Kirchengemeinde auf dem Weißbucher Weihnachstmarkt

Am 3. Advent 2012 (16.12.2012) nahm die Kirchengemeinde Oppelsbohm erstmalig am Weihnachtsmarkt in Birkenweißbuch teil. Wie kam es zu diesem Entschluss?


Anlass dazu gab uns die Bausache „Kirchendachrenovierung“. Zu unserer großen Freude waren Sie, liebe Gemeindeglieder, ja bereits großzügig in Sachen Geldspenden. Da wir aber noch auf weitere finanzielle Mittel angewiesen sind, machten wir uns im Kirchengemeindetrat Gedanken, welche Möglichkeiten wir noch haben. Bald entdeckten wir, daß es in unserer Gemeinde viele kreative Menschen gibt, die Talent zum Basteln haben. Wir stellten fest, daß es nur noch einer Möglichkeit der Vermarktung bedarf, um diese schönen Dinge an den Mann und die Frau zu bringen und die Gegenstände somit für den guten Zweck „Kirchendach“ zu verkaufen. Dann kam die zündende Idee: „Wir machen mit beim Weihnachtsmarkt in Weißbuch.“


Gedacht, gesagt, getan…wir reservierten einen Standplatz und kontaktierten die Bastlerinnen und Bastler mit unserem Anliegen. Sie beschenkten bzw. überraschten uns mit tollen Geschenkartikeln. Um das Sortiment zu ergänzen, kauften wir noch einige Dinge, bedruckt mit Motiven unserer Mauritiuskirche, um welche es ja bei dieser Aktion ging.


Jetzt brauchten wir nur noch einen passenden, angemessenen Verkaufsstand. Glücklicherweise konnten wir einen ausgedienten aber noch sehr gut erhaltenen Verkaufsstand erwerben, der genau die richtige Größe hatte, die wir uns vorstellten. Dies brachte unser Vorhaben weiter voran.


Die Planungen und Vorbereitungen waren abgeschlossen und am Morgen des entscheidenden Tages, dem 3. Advent, trafen sich dann einige fleißige Helfer zum Aufbau des Standes und übergaben ihn anschließend, fertig bestückt und dekoriert bzw. liebevoll geschmückt, an das Verkaufsteam, welches nun die wundervollen Artikel zum Verkauf anbieten durfte.


Abschließend ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer und an alle, die uns mit Sachspenden bedacht haben. Vielen Dank auch allen, die mit ihrem Einkauf halfen, dass unsere Aktion Weihnachtsmarkt 2012 ein beachtlicher Erfolg wurde und uns nebenbei noch viel Freude machte.

KGR - Jochen Wilhelm

Benefizkonzert des Musikvereins Weißbuch

Benefizkonzert des Musikvereins Weißbuch:

Buntes Programm in einer gut besuchten Mauritiuskirche Berglen.

 

Das Kirchendach der evangelischen Kirche in Berglen-Oppelsbohm muss dringend saniert werden. Die Aktiven vom Musikverein Weißbuch haben dies zum Anlass genommen, die Finanzierung durch ein Benefizkonzert zu unterstützen. Bernd Holzwarth berichtet.

 

Zahlreiche Besucher fanden am Sonntagabend in die Mauritius-Kirche und wurden durch die Jugendkapelle, unter der musikalischen Leitung von Thorsten Halder, mit dem Stück „Morgenstimmung“ aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg, begrüßt.

 

Der feierliche Rahmen wurde von der Jugendkapelle „Potzblitz“ auch genutzt, um die Scheckübergabe aus der Sommer-Sammelaktion zugunsten der „Rote Nasen - Clowns im Krankenhaus“ vorzunehmen. Die Vertreterin der Rote-Nasen-Geschäftsstelle in Ludwigsburg, Kerstin Kind, nahm 600 Euro entgegen. Thorsten Halder, auch Dirigent der Aktivenkapelle, moderierte sodann mit Charme die folgenden Darbietungen. Die Einleitung mit dem Stück „Riflessi“ von Komponist Michele Netti hat die Erwartungen auf einen Spannungsbogen wachsen lassen. Das bekannte italienische Orchester Rondo Veneziano hat sich der venezianischen Barockmusik verschrieben und aus dessen Repertoire wurde die „Sinfonia per un addio“ durch einen homogenen Klangkörper vorgetragen.

 

Es folgten zwei Solostücke. „Power of Love“, arrangiert von Joe Grain, und durch die beiden Es-Horn-Solisten Andreas Reißmüller und Tobias Hammann eindrucksvoll intoniert. Bei dem anschließenden Stück „Only you“, einem Solostück für Posaunen und Blasorchester, konnten die Zuhörer den Dirigenten als Bassposaunisten erleben. Seine Stelle als Dirigent hat vorübergehend Jan Hildenbrand, ehemaliger Jugenddirigent beim Musikverein Weißbuch, eingenommen. Melodien von Eric Clapton, einem der erfolgreichsten Gitarristen, der entscheidend den Bluesrock mitgeprägt hat, standen als Nächstes auf dem Programm. Die drei Titel „Wonderful Tonight, Layla und Tears of Heaven“ waren durch das Arrangement von Ron Sebregts für die Weißbucher Musiker wie auf den Leib geschneidert.

 

Der eingangs erwähnte Spannungsbogen führte eindeutig mit dem Solostück „Gabriellas Sang“ aus dem Film „Wie im Himmel“ zum Höhepunkt des sonntäglichen Benefizkonzerts. Der Solist Christian Schmelzer hat mit seinem Saxofon nicht nur das Publikum verzaubert, Musikerinnen, Musiker und Dirigent waren gleichermaßen von dem einfühlsam und perfekt vorgetragenen Solo berührt und fasziniert.

 

Publikum spendet fast 2000 Euro

 

Den offiziellen Abschluss gaben die Höhepunkte aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Jesus Christ Superstar“. Die Zuhörer forderten noch eine Zugabe. Dieser Wunsch wurde mit dem Stück „Highland Cathedral“ erfüllt.

Pfarrer Peter informierte über die geplanten Sanierungsmaßnahmen (wir haben am 4. August berichtet). Kirchengemeinderat Uwe Pfander aus Oppelsbohm gab bekannt, dass für die umfangreiche Koordination der anstehenden Arbeiten der Arbeitskreis „Dachschaden“ gegründet wurde. Der freundlichen Aufforderung, diese Maßnahmen auch finanziell zu unterstützen, kamen die Besucher des Benefizkonzerts in großzügiger Weise nach und spendeten annähernd 2000 Euro.

 

Winnender Zeitung vom 22.10.2012

Pfarrer wird zum Bauexperten

Die Kirchengemeinde will Dach- und Innensanierung, der Oberkirchenrat denkt eher an die Außenfassade

Berglen. Es ist nicht ganz ungefährlich, an der Mauritiuskirche vorbeizugehen. Immer wieder mal sind in letzter Zeit Dachziegel runtergekommen. Nun soll saniert werden. An der ortsprägenden Kirche mitten in Oppelsbohm liegt auch noch manch anderes im Argen. Aber nicht so viel wie der Oberkirchenrat offenbar meint.

Pfarrer Wolfgang Peter geht es wie seinem Vorgänger Horst Rüb: Er ist nicht nur Seelsorger, sondern wird im Amt auch zum Bausachverständigen. Zuvor war es um das noch junge Gemeindehaus gegangen, nun ist die altehrwürdige Kirche an der Reihe. Peter weiß, warum seit einiger Zeit nichts Gutes von oben kommt.

Die letzte Sanierung, Ende der 50er Jahre, ist lange her, die Dachziegel sind im Lauf der Jahre auch durch die Witterung mürbe geworden, die Nasen, die Halt geben, sind an vielen Stellen weggebrochen. Der Pfarrer weiß natürlich, warum bislang niemand verletzt wurde: „Gott sei Dank“, meint er.

Auch der Kirchturm bereitet Sorgen. Am Schallladen lösen sich Lamellen, weil, auch das hat Peter mittlerweile in Erfahrung gebracht, der verbindende Leim sich auflöst, die Bohlen, drei Zentimeter stark, seien damals eben stumpf verbunden worden. Beide Mängel sollen nach dem Willen der Kirchengemeinde nun behoben werden, der Finanzierungsplan dazu steht.

Das Baureferat des Oberkirchenrats in Stuttgart will allerdings laut Peter klotzen, nicht kleckern. Wenn schon ein Gerüst notwendig ist, warum dann nicht gleich die komplette Außenfassade miterneuern, so die Überlegung der Oberen. „Unserer Ansicht nach ist das aber nicht schreiend notwendig bislang“, meint Peter. Die Fassade, auch die Sandstein-Sockel, seien eigentlich noch gut in Schuss. Auf 300 000 Euro würde die Sanierung der Fassade schätzungsweise kommen, ohne Dach wohlgemerkt.

Das Dach soll nach dem Willen der Kirchengemeinde komplett ab- und neu eingedeckt werden. Dies und die ebenfalls für vordringlich gehaltene Sanierung im Innern der Kirche kommen auf etwa 175 000 Euro. Innen wären nicht nur die Wände neu zu streichen, sondern auch die Stromheizung soll ersetzt werden, eine neue Lautsprecheranlage und eine neue Beleuchtung wären angebracht. Innen gibt es am Tonnengewölbe auf der Empore über der Orgel Wasserschäden und damit Verfärbungen.

Von der bürgerlichen Gemeinde ist ein einmaliger, sogenannter verlorener, Zuschuss zugesagt, sie möchte außerdem, dass die Kirche nachts angestrahlt wird. Auch vom Oberkirchenrat und vom Kirchenbezirk wird es Fördermittel geben.

Beim Eigenanteil der Kirchengemeinde, also den Spenden und den Rücklagen, sehe es gut aus, versichert Peter. Die Vergabe ans Planungsbüro stehe an. Die Hoffnung sei, dass die Arbeiten im Herbst losgehen können. Die endgültige Entscheidung über den Baubeginn treffe aber letztlich der Oberkirchenrat.

Die Gebäudesubstanz ist gut, der Naturputz auch

Noch mal zur Außenfassade, deren Struktur Naturputz Peter und sicher nicht nur ihm ausnehmend gefällt. Die Fassade zu richten würde ja nicht bedeuten, dass die Kirche hinterher weiß wäre, betont der Pfarrer. „Ganz abgesehen davon, dass das Denkmalamt da sowieso nicht mitmachen würde.“ Eigentlich sei die Substanz immer noch sehr gut, versichert Peter: „Wir haben keinerlei Salpeter im Gemäuer.“

Eine Ingenieurin vom Baureferat des Oberkirchenrats war vor Ort und kam, für die Berglener überraschend, zur Auffassung, dass das Dach noch gut sei und noch zehn Jahre halten werde. „Der Meinung sind wir aber hier überhaupt nicht“, so Peter, „und bei uns sitzen im Kirchengemeinderat ja auch Leute, die sich auskennen.“ Stuttgart wolle Gerüstkosten sparen, dabei brauche es für Dach und Fassade aber ohnehin unterschiedliche Gerüstarten, hält der Pfarrer dagegen.

Aus: Winnender Zeitung  vom 3.08.2012